SV Wollishofen 4, 3. Liga Ost 4
Mannschaftsleiter: Peter Thurnheer, 044 3810185, tpeter"at"math.ethz.ch
7. Runde
Wollishofen 4 | 2:4 | Cham | ||
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Daniel Muster | 1914 | 0.5:0.5 | Cyrill Leuthold | 1800 |
Nicolas Himmelspach | 1746 | 0:1 | Nico Burger | 2008 |
Rahel Umbach | 1701 | 0:1 | Simon Leisibach | 1746 |
Georg Maas | 1809 | 1:0 | Thoma Leisibach | 1624 |
Peter Thurnheer | 1634 | 0.5:0.5 | Livio D'Agostini | 1495 |
Jana Seps | 1503 | 0:1 | Olaf Müller |
An diesem Nachmittag wurden viele von uns nicht ganz vom ganz alltäglichen Wahnsinn, aber mindestens vom ganz normalen Schachfrust eingeholt: Schon bald musste Jana nach einer bösen Unachtsamkeit ihre Partie verloren geben. Alle übrigen Spiele gingen dann zwar sozusagen mehr oder weniger über die volle Zeit, doch sowohl Rahel als auch Nicolas standen vorerst gut, fanden dann nicht die richtige Fortsetzung und mussten sich zu schlechter Letzt noch geschlagen geben. Auch Peter hätte mehr als ein Remis aus seiner Mittelspielstellung machen können, machen müssen. Erfreuliches gibt es somit nur von den beiden verbleibenden Partien zu berichten: Daniel stand zwar lange Zeit prekär, konnte aber gegen Ende der Partie, als mit zunehmender Spieldauer sein Gegner Uebersicht und Faden verlor, Terrain, respektive Stellung gutmachen und kam schliesslich dank eines gefährlichen Damen-Springer Angriffs zu einem mehr als sicheren Remis. Wirklich souverän aber spielte schliesslich an diesem Nachmittag nur unser Edeljoker Georgi auf. Er verstand es sich materiellen Vorteil zu verschaffen und diesen auch problemlos und gekonnt zu verwerten.
Damit beenden wir die Saison auf einem zufriedenstellenden Schlussrang im Mittelfeld und freuen uns schon auf die nächste Saison. Mit vielem Dank an alle Mitspieler und Mitspielerinnen, insbesondere auch an diejenigen, welche jeweils spontan bereit waren einzuspringen, wenn Not am Manne war.
6. Runde
Wollishofen 4 | 2.5:3.5 | Olten 4 | ||
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Daniel Muster | 1914 | 1:0 | Kevin Jaussi | 1860 |
Hans-Jürg Himmelspach | 1838 | 0.5:0.5 | Stephan Büttiker | 1836 |
Thomas Stransky | 1788 | 1:0 | Markus Angst | 1754 |
Albert Huguenin | 1561 | 0:1 | Guido Born | 1727 |
Peter Thurnheer | 1634 | 0:1 | Thomas Planchet | 1680 |
Jana Seps | 0:1 | Rafael Jaussi | 1583 |
Wie praktisch immer, entledigte sich Hans-Jürg in rekordverdächtig kurzer Zeit seiner Aufgabe und brachte den ersten halben Punkt für uns ins Trockene. Auch Tom schien keine allzu grosse Mühe zu haben mit seinem Gegner, dem er sogar den ganzen Punkt abnahm. Etwas mehr Zeit und die eine oder andere günstige Wendung brauchte es, bis auch Daniel seinen Sieg sichergestellt hatte. Wenn Wollishofen 4 somit an den ersten 3 Brettern ausgezeichnet spielte, so lief es - ganz, ganz gelinde gesagt - an den letzten dreien weniger gut: Jana, Peter und Albert wurden überspielt - der Rest ist Schweigen.
5. Runde
Höngg 1 | 5.5:0.5 | Wollishofen 4 | ||
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Klaus Goldschmid | 1991 | 1:0 | Albert Huguenin | 1547 |
Manuel Valdivia | 2311 | 1:0 | Peter Thurnheer | 1649 |
Jürg Hasler | 1909 | 1:0 | Thomas Stransky | 1799 |
Guido Osio | 1803 | 0.5:0.5 | Carlos Arocha | 1747 |
Richard Mooser | 2006 | 1:0 | Rahel Umbach | 1705 |
Srecko Skreblin | 1743 | 1:0 | Jana Seps |
In allen vorangehenden Runden spielte Höngg mit einer auf der ganzen Linie starken Mannschaft. Es war uns klar, dass dieser Wettkampf kein Spaziergang werden würde, was sich in eher brutaler Weise auch trotz ziemlich taktischer Aufstellung dann voll bewahrheitete. Jana passierte leider schon bald ein klarer Fehler: Dame und damit Partie weg. Als nächste musste sich leider auch Rahel geschlagen geben. Albert und Peter, die als eine Art Winkelriede - wie sich dies für solche geziemt - vorne an der Front zum Einsatz kamen, trafen effektiv auf einen sehr guten Drittligaspieler, respektive auf den wohl besten derselben aller Zeiten. Peter stellte sich somit nicht unbedingt auf ein Schachspiel, sondern eher auf eine Schach- (um nicht zu sagen Schlacht-) Lektion ein. Nach einem Anfangsfehler gestaltete sich dann die Niederlage doch nicht so krass wie befürchtet - gegen Ende spielten noch je 4 Bauern gegeneinander, wobei dann allerdings der Hönggfreibauer eben einen Schritt nur voraus war. Noch weit länger hielt Albert seine Partie völlig offen, ehe erst nach langem ausgeglichenem Kampf die gegnerische Dame-Läufer-Batterie den entscheidenden Vorteil sicherstellte - trotzdem: Gut gespielt von Albert. Thomas gab in seinem Spiel Material für Angriff, der effektiv sehr bedrohlich aussah, konnte dann aber nicht verhindern, dass sich sein Gegner schliesslich „heraus wurstelte“ und seinen Materialvorteil verwertete. Lange nachdem nicht nur alle übrigen Wollishofer Schachspieler, sondern auch die Schweizer Fussballer schon ausgeschieden waren, versuchte Carlos seinen Mehrbauern-Vorteil in einen Sieg umzumünzen. Da aber die Königsstellungen offen und die Damen noch auf dem Brett waren, musste er schliesslich ins Remis einwilligen und sicherte uns so immerhin einen Ehrenhalbpunkt.
4. Runde
Wollishofen 4 | 1739 | 3.5:2.5 | Réti 5 | 1731 |
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Rolf Bosshard | 1816 | 1:0 | Amir Emans | 1859 |
Carlos Arocha | 1774 | 0:1 | Bernhard Brodowsky | 1803 |
Daniel Muster | 1886 | 1:0 | Luis Uso i Cubertorer | 1824 |
Thomas Stransky | 1799 | 0.5:0.5 | Gerhard Stettler | 1723 |
Peter Thurnheer | 1642 | 0:1 | Josias Müller | 1606 |
Albert Huguenin | 1547 | 1:0 | Herbert Meier | 1570 |
Der Nachmittag begann für die Wollishofer Schachfans, anders als für die Fussballfans: schlecht. Als Erster beendete Carlos seine Partie leider mit einer Niederlage. Dann allerdings landete Rolf das, was mindestens einem Fallrückziehertor aus 25 Metern entsprechen würde, opferte seine Dame und setzte den Gegner Matt. Eher ähnlich wie die schweizer Nati errang anschliessend Daniel in einer zähen Auseinandersetzung den nächsten Punkt, aber ein Punkt ist ein Punkt - es muss fast sein, dass selbst Petkovic im Schlussinterview etwas Aehnliches gesagt hat. Selbst ein halber Punkt, herausgespielt von Thomas, ist ein halber Punkt und umso wertvoller, als er unserer Mannschaft zum Sieg genügte, hatte doch auch Albert mit erneut absolut solidem und überzeugendem Spiel sowohl in der Verteidigung (nicht vergebens war er ja früher Torwart!) wie auch im Angriff seine Partie bis zum, vom Gegner höchst persönlich gegebenen Schlusspfiff, souverän unter Kontrolle. Der Nachmittag endete für uns schliesslich nach einer harten Abnützungspartie wie er begann: mit Peters Niederlage. Nach einem etwas gewagten aber „lustigen“ Angriff über den rechten Flügel zeigten sich Probleme in der Taktik: Die Sturmspitze verlor den Kontakt zum Rest der Mannschaft, welche immer noch am Schuhebinden respektive unterentwickelt war und teilweise blieb, sodass sich der Gegner konsolidieren, alle Offsidefallen geschickt umgehen und den Konter schliesslich nach viereinhalb Stunden erfolgreich abschliessen konnte.
3. Runde
Winterthur 7 | 1.5:3.5 | Wollishofen 4 | ||
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Christian Bachmann | 1654 | 0.5:0.5 | Rolf Bosshard | 1816 |
Genaro Garcia | 1773 | 0:1 | Daniel Muster | 1886 |
Robert Schreiber | 1655 | 0:1 | Hans-Jürg Himmelspach | 1830 |
Michael Hein | 1676 | 1:0 | Martin Valencak | 1804 |
Walter Haag | 1566 | 0:1 | Albert Huguenin | 1547 |
Ruth Huber | 1557 | 0:1 | Peter Thurnheer | 1642 |
Habe lange gespielt, also wenig von den Partien mitbekommen. Imitiere den lakonischen Stil meines Kollegen..
Hans-Jürg gewinnt, wie schon so oft, ehe sein Gegner überhaupt richtig bemerkt hat, dass er eine Schachpartie spielt. Rolf steuert am ersten Brett ein Remis bei. Martin unterläuft ein Lapsus, der ihn leider die Partie kostet. Daniel gewinnt souverän, wie wir uns das von ihm gewohnt sind. Albert spielt wie immer solide, hat die bessere Bauernstruktur und die bessere Leichtfigur, lehnt ein Remisangebot ab; schon 10 Minuten später sieht man: zu recht. Peter beginnt so gut, dass er sich Zeit lassen kann mit dem Realisieren des nie gefährdeten Siegs - und schon fast ganz wägg isch de Hueschte, respektive die Abstiegsangst.
2. Runde
Wollishofen 4 | 3.5:2.5 | Zürich 5 | ||
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Rolf Bosshard | 1891 | 1:0 | Alex Hanzal | 1603 |
Hans-Jürg Himmelspach | 1830 | 1:0 | Karl Dülli-Loher | 1442 |
Carlos Arocha | 1791 | 1:0 | Oliver Thalmann | 1509 |
Albert Huguenin | 1547 | 0.5:0.5 | Dusko Suzic | 1657 |
Peter Thurnheer | 1641 | 0:1 | Lukas Frischknecht | 1725 |
Jana Seps | 0:1 | George Berger | 1642 |
Das Schöne am Mannschaftsschach ist ja, dass man verlieren kann und sich trotzdem freut, weil die Mannschaft gewonnen und 2 ganz wichtige Punkte errungen hat; so geschehen heute. Und noch ein Vorteil: Man kann stets dazulernen für die nächsten Partien, ebenfalls heute passiert und zwar so eindrücklich wies eindrücklicher nicht geht: Denke nie, Du kannst im 4. Zug schon den vorentscheidenden Gewinnzug lancieren - Du greifst daneben, um nicht einen noch „ugattligeren“ Ort zu nennen, wohin Du greifst. Damit ist die erste Verlustpartie abgehakt. Die zweite musste leider Jana hinnehmen, nachdem auch sie materiell in Rückstand geraten war und schliesslich nur noch kapitulieren konnte. Ganz anders, sprich viel erfreulicher, lief es an den ersten 4 Brettern. Carlos, Rolf und Hans-Jürg überspielten alle drei ihre Gegner souverän und Albert verteidigte sich gegen seinen deutlich stärker klassierten Gegner gekonnt, sodass diesem in einer totalen Catenaccio-Stellung nichts anderes übrig blieb, als ins Remis einzuwilligen und uns den Mannschaftssieg zuzugestehen.
Mit vielem Dank an alle Beteiligten!
1. Runde
Tribschen 2 | 1765 | 3.5:2.5 | Wollishofen 4 | 1682 |
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Hugo Ensmenger | 1891 | 1:0 | Rolf Bosshard | 1816 |
Franz Reiser | 1807 | 0:1 | Daniel Muster | 1886 |
Karl Bärtsch | 1791 | 0:1 | Carlos Arocha | 1747 |
Mario Bobbia | 1818 | 0.5:0.5 | Peter Thurnheer | 1671 |
Beat Zimmermann | 1740 | 1:0 | Albert Huguenin | 1547 |
Paul Schneeberger | 1542 | 1:0 | Yongzhe Zhuang | 1428 |
Wollishofen 4 schlägt sich tapfer. Lange Zeit sah es so aus, als müssten wir schon mit negativen Bonuspunkten in die neue Saison starten. Dann aber entschloss sich Yongzhe spontan mitzuspielen, was uns sehr freute und wie schon so oft, war Carlos einmal mehr bereit, bei uns auszuhelfen - vielen Dank!
Da mir die Eröffnung recht gut gelang, stand ich bald nicht schlechter da als mein Gegner und weil er doch deutlich besser klassiert war, liess ich ein Remisballönchen steigen, das prompt angenommen wurde - immer noch Gleichstand. Leider musste sich dann aber Yongzhe, nach Materialverlust geschlagen geben. Unser Rückstand wurde allerdings umgehend wieder wettgemacht durch Carlos, der seinen Gegner mit sehenswerter Technik und Konsequenz überspielte. Aehnlich verlief Rolfs Partie, allerdings diesmal zu unseren Ungunsten. Erneut aber konnten wir wieder ausgleichen, diesmal durch Daniel, der Carlos in nichts nachstand und seinem Gegner keinen Stich -äh Penalty- äh guten Zug zugestand, sondern diese gleich serienweise selber spielte. So landete die Verantwortung für das Mannschaftsresultat schliesslich bei Albert. Er lieferte einen heroischen Kampf. Zuerst sah es wegen eines Minusbauern nicht sehr rosig aus für ihn, dann allerdings verdüsterten sich die Aussichten für seinen Gegner, an dessen Horizont Albert immer dunklere Wolken, respektive gefährlichere Drohungen auffahren liess. Das Knistern der Spannung schwoll zu einem Getöse von niagaraschem Ausmass an und die Kiebitze konnten vor Aufregung nicht mehr ruhig stehend sondern nur noch auf und ab gehend zuschauen. Es war schliesslich eine dieser Ungerechtigkeiten des Schachs, um nicht zu sagen des Lebens, dass die Partie für Albert noch auf die falsche Seite des Messers Schneide kippte und er die Partie verloren geben musste.